Abitur 2017

Feierliche Verabschiedung des Abiturjahrgangs 2017 in der Illenau

Am Abend des 5. Juli 2017 trafen sich vor allem Heldinnen und Helden, die das Passieren der Ziellinie erfolgreich geschafft haben – und so gleicht die anfangs gezeichnete Analogie zu den Olympischen Spielen, die die Abteilungsleiterin, Studiendirektorin Alrun Dreyer, in Ihrer Eröffnungslaudatio gekonnt gezogen hat, dem sportlichen Streben hin zu diesem Ziel, nämlich mit den Worten des Schulleiters Herrn Krauß „dem höchsten schulischen Bildungsabschluss, den das deutsche Schulsystem zu vergeben hat.“ 

Die 31 erfolgreichen Abiturienten des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums  zeichnete an diesem besonderen Anlass ein strahlendes Siegerlächeln aus, denn sie hatten einen dreijährigen Marathon erfolgreich absolviert - einen Wettkampf, der kräftezehrend, anstrengend und zum Schluss für manchen überraschend in die Abiturprüfungen als Ziellauf einmündete.

Frau Dreyer übergab den Staffelstab im Anschluss an den Schulleiter, Oberstudiendirektor Jörg Krauß, der sich bei den Eltern, Freunden und Lehrern der Abiturienten für deren tatkräftige Unterstützung bedankte. Er hob in seiner Laudatio die besondere Bedeutung des Wissens hervor, das, gerade in unserem schnelllebigen „digitalen Zeitalter“ nicht nur trillionenfach generiert und  medial verbreitet werde, sondern als Basis aktiven Handelns der Reflexion, Verarbeitung und des Diskurses bedürfe, um „als eine wesentliche Grundlage humanistischer, sozialer und demokratischer Gesellschaften zu gelten.“ Doch was wäre der Erfolg ohne die eigentlichen „Trainer“, die Klassenlehrer, wert? Ihnen galt auch der besondere Dank des Schulleiters, der Oberstufenberaterin, Oberstudienrätin Tanja Bruhin, inbegriffen. Sie trockneten in den vergangenen Wochen so manche Tränen, feuerten die Absolventen von der Bank aus auf den letzten Metern an und freuten sich an diesem Abend besonders über den Erfolg ihrer „Zöglinge“.

Oberstudienrat Christian Huber zeichnete einen humoristischen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre: Er berichtete über den vermeintlich missglückten Versuch, beim Kultusministerium auf den Verzicht des Mathematikabiturs hinzuwirken, den Arbeitseifer vor Klassenarbeiten und viele fassungslose Mienen, wenn die Rede von Hausaufgaben war.

Auch der Klassenlehrer der Parallelklasse, SGGG 13/2, Studienrat Raphaél Lang, bedankte sich bei seinen Schülern für die erlebnisreiche und schöne Zeit, die sie als Klasse zusammengeschweißt habe. Er hob hierbei die gemeinsame Studienfahrt nach Südfrankreich hervor und bedankte sich auch bei der damaligen Englischlehrerin, Anette Mahfoudh, für deren Engagement. Ihm bleibe in Erinnerung, dass alle neu an der Schule gewesen seien, auch er habe in Achern seine erste Wirkungsstätte gehabt und werde die Klasse deshalb „nie vergessen.“ 

Im Anschluss folgte eine eindrückliche Schilderung aus der Sichtweise der Athletinnen: Die Klassensprecherinnen Clara Viel (SGGG 13/1) und Magdalena Schranz (SGGG 13/2) gaben einen Einblick in den Schulalltag, indem sie Anekdoten aus den einzelnen Fächern gekonnt darboten. Sie bedankten sich bei ihren Mitschülern und Lehrern und freuten sich darüber, dem Wettkampfgeschehen nun aus gebührender Distanz gelassen zusehen zu können und schlossen Ihre Rede mit den Worten: „Ab in die Freiheit!“ Die Lehrer der beiden Klassen erhielten als Dankeschön Blumen überreicht.

Melissa Christidis, Angelina Pinto de Figueiredo, Dominik Jockers, Amalia Sophie Saunders, Kerstin Huber, Melissa Reith

Die eigentlichen Gewinner dieses Abends waren jedoch die erfolgreichen Preisträger: Dominik Jockers erhielt für das beste Deutschabitur mit 13 Notenpunkten ein Buchpräsent überreicht, ebenso wie Melissa Christidis, die mit dem Scheffelpreis der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe für ihre durchgängig gute Leistung im Fach Deutsch in der Oberstufe (13 Notenpunkte in beiden Kursjahren) geehrt wurde. Melissa Reith und Amalia Saunders wurden für das beste Englischabitur mit 12 Notenpunkten ausgezeichnet. Angelina Pinto de Figueiredo wurde für das beste Abitur im Fach „Gesundheit und Pflege“ mit 12 Notenpunkten ebenfalls ein Buchpräsent überreicht. Besonders freuen durfte sich Kerstin Huber über das beste Abiturergebnis. Sie erlangte einen Notendurchschnitt von 1,7.

Die Wettkämpfe wurden mit Erfolg bestritten, die Siegerehrung rührte manch einen zu Tränen und der Ausblick auf die Fortdauer des Festes lud weiter zum Verweilen ein. Doch das Rad der Zeit dreht sich weiter. Neue Wettkämpfe müssen vorbereitet, durchdacht und letztendlich bestritten werden. Die Schule war nur der Ausgangsort, quasi das „Nest“, das hoffentlich genug Wärme und Selbstvertrauen schenkte, um letztendlich in eine erfolgreiches Berufs- bzw. Studienkarriere durchzustarten - endend mit dem Verweis des Schulleiters auf Albert Einstein: „ ,Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt´, und der muss es ja wissen.“

Abschließend trafen sich die frisch gebackenen Abiturienten mit Ihren Lehrern zu einem gemeinsamen Foto.

Ein herzliches Dankeschön ging an Danny Krause für die musikalische Gestaltung der Feier.